Für die Erläuterung des Potentials der Wasserkraft möchten wir hier keinen eigenen Text vorstellen, das hieße, zu versuchen das Rad neu zu erfinden. Vielmehr möchten wir in den folgenden Abschnitten aktuelle Entwicklungen einschätzen und dokumentieren.

Der folgende Text entstammt dem Buch der Synergien von Achmed A. W. Khammas, einem sehr empfehlenswertem Kompedium zum Bereich der Nutzung regenerativer Energien.
Wasserkraft ist die einzige sich erneuernde Energiequelle, die schon länger großtechnisch genutzt wird und nennenswert zur Versorgung der Erdbevölkerung beiträgt. Die Art und Weise dieser Ausnutzung ist sehr unterschiedlich, zu Energiezwecken wird aber meistens ein natürlicher oder künstlich hervorgerufener Wasserstrom bzw. Wasserfall durch Turbinen geleitet, welche unabhängig von Ihrer Art – die Strömungsenergie oder die Fallenergie des Wassers in mechanische Rotationsenergie umwandeln, wobei nachgeschaltete Generatoren aus dieser Rotationsenergie wiederum elektrischen Strom erzeugen. Sämtliche Transformationsprozesse dieses Vorgangs laufen mit sehr hohen Wirkungsgraden ab, auch haben die Installationen im allgemeinen eine recht lange Lebensdauer und die potentielle Gefährdung der Umwelt ist relativ gering.

Die Erneuerung der Wasserenergie in der Hauptsache auf die Sonneneinstrahlung und die mit ihr zusammenhängenden Verdunstungsrate zurückzuführen, obgleich auch Erdrotation, Erdkernwärme, Gravitation, Mondanziehung usw. wichtige Rollen dabei spielen.
Das wirtschaftlich ausbaubare Wasserkraftpotential der Welt umfasst 15 Milliarden MWh jährlich. Davon werden erst rund 20 % genutzt, obwohl Wasserkraft unter den erneuerbaren Energien bereits eine herausragende Stellung einnimmt: Etwa 19 % des gesamten weltweiten Nettostromverbrauchs stammen im Jahre 2000 aus dieser Energiequelle, während alle anderen regenerativen Energien zusammen lediglich 1 % beitragen!
2005 haben Voith Siemens Hydro für amerikanische Kunden Turbinen entwickelt, die durch spezielle Kanäle Luft ins Wasser blasen. So ergänzen sie den schlechten Sauerstoffhaushalt eines Flusses. Sogar fischfreundliche Turbinen hat das Unternehmen im Programm. Ihre Schaufeln sind so geformt, dass sie den Fischen ein sicheres Durchschwimmen ermöglichen.

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